Verdoppelung des Werkes Gottes
Deutsche Leiterkonferenz September 2008
Hinweis: Der Vortrag von M. David Cho aus UBF Frankfurt befindet sich weiter unten.
M. James Kim (Karlsruhe)
ICH VERMAG ALLES DURCH DEN, DER MICH MÄCHTIG MACHT
Diese Worte bezeugen das Vermögen von Apostel Paulus. Es ist nicht so einfach, in einer Lage mit extremem Mangel das Leiden zu tragen und den Glauben zu bewahren. Es ist genauso schwierig, in einer guten Lage ohne Mangel Situation den reinen Glauben zu bewahren und darüber hinaus ein einflussreichliches Glaubensleben zu führen. Apostel Paulus bekannte, dass er ein Geheimnis dafür gelernt hatte, in jeder Lage, egal ob gut oder schlecht, sich zu überwinden. Was ist das Geheimnis? „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“ Durch Gott und den Glauben an ihn vermochte Paulus alles. Der Erfolg als Zeltmachermissionar sowohl im Berufsleben als auch im Missionsdienst ist genauso durch Gott möglich. Dieses Wort gibt mir die Zuversicht und die Hoffnung darauf, dass das verdoppelte Werk Gottes in Karlsruhe geschehen wird, unabhängig von meiner Lage. Aufgrund dieses Wortes möchte ich in dieser Stunde über die Orientierung und die Gebetsanliegen dafür nachdenken, wie ich dem Werk Gottes in Karlsruhe verdoppelt dienen soll.
1. Die Bedeutung des verdoppelten Werkes Gottes und dessen Wichtigkeit bei der Weltmission
Die gemeinsamen Gebetsanliegen der UBF Gemeinde in der Welt sind die Verdoppelung der Anzahl der Mitarbeiter und der Anzahl der Teilnehmer am Gottesdienst bis zum Jahr 2010 in jedem Bezirk sowie die Aussendung von 100000 Missionaren in 233 Länder bis zum Jahr 2041. Nach meiner persönlichen Meinung setzt das zweite Gebetsanliegen das erste voraus und gleichzeitig ist das erste eine gute Strategie für das zweite.
Ich denke, dass das Erreichen der verdoppelten Anzahl der Mitarbeiter und der Teilnehmer am Gottesdienst mehr Bedeutung hat als die verdoppelte Hingabe in der Zukunft. Die Verdoppelung setzt das Wachstum des Könnens jedes Mitarbeiters voraus, weil das Wachstum des entsprechenden Vermögens der Mitarbeiter dabei notwendig sein wird, sowohl beim Prozess des Verdoppelns selbst, als auch bei der weiteren Erhaltung des verdoppelten Werkes Gottes. Natürlich ist es Gott selber, der dieses Werk ermöglicht und führt. Weil Gott die Menschen aber dabei gebraucht, ist es nicht zu verleugnen, dass man das entsprechende Vermögen braucht, um dieses Werk mit Gott zu bewahren, es fortzusetzen und es zu entwickeln. Wenn beispielsweise die Bibelschüler aus ihrer jungen Phase heraus kommen und zu geistlichen Leitern heranwachsen sollten, oder wenn die Anzahl der Hausgemeinden der Hirten und der Missionare durch die Wirksamkeit des Geistes wächst, brauchen wir doch das größere Vermögen, um dieses Werk unter den anvertrauten Menschen zu bewahren und zu tragen. Einfach gesagt, wir brauchen das doppelte Vermögen, um einem verdoppelten Werk zu dienen.
Wenn dieses verdoppelte Werk nicht nur einmal, sondern wiederholt und wiederholt andauern wird, wird die Vision und die Hoffnung darauf realisiert, daß das Werk Gottes sowohl bis zum Jahr 2010 verdoppelt wird, als auch bis zum Jahr 2041 1000000 Missionare durch uns in die ganze Welt ausgesandt werden.
2. Wie kann sich die UBF Gemeinde in Karlsruhe im Werk Gottes verdoppeln?
Es ist eine gute Frage; „Wie können wir die Verdoppelung des Werkes Gottes verwirklichen?“ Die Antwort dafür ist, dass sich unser jetziges Vermögen verdoppelt. Das ist mit einem Unternehmen zu vergleichen, das eine geeignete Infrastruktur bildet, um den Umsatz zu verdoppeln, wobei es eine neue Strategie plant, die Qualität der Produktion bewahrt und die Angestellten trainiert und fördert. Ein tüchtiges von Gott gebrauchbares Gefäß zu formen ist der Weg zur Vorbereitung darauf, das verdoppelte Werk Gottes, das durch geistliche Erweckung geschehen ist, weiter erhalten zu können.
Ich stelle dafür klare Gebetsanliegen für das verdoppelte Werk Gottes in drei Bereichen; nämlich erstens für mich selbst, zweitens für meine Familie und drittens für die Gemeinde.
Erstens, das Wachstum meines eigenen Vermögens
Ich denke, dass das eigene Vermögen nicht automatisch im Lauf der Zeit oder des Alters wächst. Um mein Können zu steigern, nämlich um ein tüchtiger Leiter zu werden, muss man dafür ein klares Ziel haben, wobei dementsprechende Bemühungen dafür folgen müssen. Meine konkreten langfristigen Gebetsanliegen dafür sind, dass ich in drei Hinsichten hervorragend sein möchte, um ein guter Leiter zu werden: nämlich im hervorragenden Glauben, im hervorragenden Können und in der hervorragenden Persönlichkeit. Ich bete mit diesen Gebetsanliegen. Ich schlage meiner Mitarbeiterin, meinen Kindern und unseren Bibelschülern und Mitarbeitern vor, dieselben Gebetsanliegen zu haben.
Im Glauben zu wachsen ist wichtig, weil der Glaube es ermöglicht. Die Veränderung bezüglich der Herausforderung des Wachstums kann man mit dem Glauben hoffen und mit dem Glauben tragen. Konkret gesagt, wenn die Zahl der Jünger Jesu, der Hirtenfamilien und der Missionsfamilien in unserem Bezirk, beispielsweise, bis zum Jahr 2010 wachsen werden, kann ich durch den wachsenden Glauben ihnen helfen und sie beraten, wobei diese Veränderung von mir zu tragen ist.
Glauben kann ich durch das geistliche Training erwerben. Vor allem möchte ich mich darum bemühen, ein guter Prediger des Wortes Gottes werden, der das Wort Gottes erforscht und gut vorbereitet. Dabei soll meine geistliche Kraft ständig wachsen, indem ich meine Hauptaufgabe vor Gott trage.
Eine andere wichtige Aufgabe ist die, als ein Zeltmachermissionar im Berufsfeld siegreich zu sein. In der Berufswelt siegreich zu sein ist deshalb wichtig, weil wir den Studenten helfen und sie als Jünger Jesu heranbilden. Nach dem Abschluss des Studiums werden sie auch in die Berufswelt einsteigen. Dabei brauchen sie genau wie in der Studienzeit Rat und Hilfe von den Hirten. Um der Missionsfamilie und der Hirtenfamilie sowohl im Missionsleben als auch im Berufsleben richtig helfen zu können, ist es erforderlich, im Berufsleben die Kraft Gottes zu erfahren und guten Einfluss auf sie auszuüben. Beim Berufsleben kann man vieles erlernen und trainiert werden. Es ist ein guter Ort, an dem man das Training der Selbstverleugnung und für das Tragen des Kreuzes erhält, das einen dazu führt, vor Gott in der Persönlichkeit und im Vermögen zu wachsen. Ich denke, dass dies im Berufsleben zu üben ist und dabei auch den Vorteil hat, geistlich wachsam zu sein und nicht zurückhaltend zu werden.
Ich war in den letzen 8 Jahren in einem deutschen Unternehmen in Karlsruhe als ein Mitarbeiter für das betriebswirtschaftliche ERP System tätig. Unter den über 3500 Mitarbeitern war ich der einzige Asiate, aber durch die Gnade Gottes beim Support und bei der Beratung des IT-Systems konnte ich die deutsche Unternehmenskultur und die Deutschen in der Berufswelt kennen lernen. Ich konnte auch Zeit nach der Arbeit für das Werk Gottes finden. Im Januar dieses Jahres konnte ich in ein Beratungshaus wechseln, wo ich meine bisherige Berufserfahrung aufbauen und als Berater tätig sein konnte. Ich fand es besser, noch mehrere Personenkreise sowohl in anderen Unternehmen in Deutschland auch im internationalen Bereich bei Beratungsdienstleistungen kennen zu lernen und Berufserfahrung zu sammeln. Ich bete, dass ich dafür meine Kompetenz im Fachbereich und Sprachbereich ständig verbessern kann.
Beim gleichzeitigen Dienen des Werkes Gottes in meinem Pionierbezirk sollte ich das Wort Gottes in meinem Herzen bewahren. Beispielsweise wenn ich das Bibelstudium mit den Bibelschülern oder mit den Mitarbeitern machen wollte, musste ich unbedingt das Wort Gottes bis zum Anfang des Tages studieren, damit das Wort Gottes den ganzen Tag in mir bleibt und an dem Tag nach der Arbeit weiter geben konnte. Es war erforderlich gewesen, das Bibelstudiumsmaterial für einen Bibelschüler so vorzubereiten, wie man vor vielen Leuten einen Vortrag hält. Gottes Wort zu erforschen und die Predigt vorzubereiten schenkte mir immer die Gnade Gottes, die für das Pionierwerk benötigt wird.
Ich konnte in den letzten Jahren berufsbegleitend das MBA (Master of Business Administration) Studium im Bereich internationales Management Consulting machen, das mir hilft, meine Kompetenz sowohl im Berufsleben zu verbessern als auch in meiner Selbstentwicklung hilfreich war. Ich konnte dabei auch Weisheit im Dienst für das Missionsleben erwerben, wobei die guten Vorträge der Spezialisten in vielen Bereichen anwendbar waren. Gott gab mir dafür die Zeit und das Material. Es war nicht einfach gewesen, das Studium und das Werk Gottes gleichzeitig zu meistern. Aber dabei konnte ich das Verständnis des Studentenlebens erneuern. Dafür musste ich mein Leben viel vereinfachen, wobei ich mich selbst verleugnen und das Kreuz auf mich nehmen musste.
Vorausblickend auf meine zukünftige Halbzeit meines Missionslebens bete ich, andauernd mich selbst zu entwickeln und ständig zu wachsen, damit ich an jedem Ort in der Welt von Gott gebraucht werden kann. Dieses langfristige Gebetsanliegen vor Augen zu halten dafür bete ich zu Gott.
Zweitens, das Wachstum des Vermögens der Familie durch das Bilden des Gefäßes der Liebe und des Geistes
Hausgemeinde ist eine Hoffnung Gottes für die zukünftigen Werke Gottes. Grundsätzlich ist es wichtig, eine stabil gut funktionierende Hausgemeinde zu bilden, denn Hausgemeinde ist eine grundlegende Einheit für das Werk Gottes. Eine gute Hausgemeinde kann in einem Bezirk wachsen, bis sie eine große Gemeinde wird. Ein Gefäß der Liebe und des Geistes ermöglicht die Hindernisse zu überbinden und zum Ziel zu kommen. Das Werk Gottes in der Hausgemeinde segnet Gott. Auf Grund dieser Tatsache möchte ich mich darum bemühen, eine gute Hausgemeinde zu bilden. Wie jeder weiß, ist dies nicht einfach.
Meine Charaktereigenschaft und Vorliebe sind manchmal anders als die von meiner Mitarbeiterin. Zum Beispiel, ich mag es Musik zu hören, während sie es nicht so sehr gern hat. Während ich die wiederholte Routinearbeit auf verschiedene andere Weise zu tun versuche, tat sie meine Mitarbeiterin auf einfachste Weise wiederholt aber sehr treu. Aber dabei können wir doch eine Harmonie bilden. Wenn ich müde bin, hilft sie mir am frühen Morgen aufzustehen. Ich rate ihr, mit neuer Idee die gleiche Sache anders zu tun. Am Wochenende fahre ich das Auto zum Einkaufen zeitsparend, weil sie nicht Auto fährt. M. Esther lud die Bibelschüler zum Bibelstudium ein und dann mache ich mit den Studenten Bibelstudium. Sie leistet praktische Dienerschaft und Gebetdienst. Ich telefoniere sie von der Firma aus an und rede über das Werk Gottes für den Tag und sie erledigt wichtige Dinge für mich. Wir beten jeden Tag zusammen intensiv, wenn es um eine schwierige herausforderende Angelegenheit geht. Auf diese Weise bilden wir eine fantastische Harmonie.
Ich erfahre, dass Gott das gemeinsame einmütige Gebet in der Familie segnet, so dass wir beim Dienst des Werkes Gottes Frucht bringen können. Wir beten, dass unsere Kinder als 2.Generation Missionare gut erzogen werden. Wir beten, dass wir mit dem Vaterherz und meiner Mitarbeiterins Mutterherz den Bibelschülern und Mitarbeitern gut dienen können.
Drittens, die Karlsruher Gemeinde will die klare Orientierung für das verdoppelte Werk vor Augen haben und dafür das entsprechende Vermögen wachsen lassen.
Es ist Gott, der durch uns das verdoppelte Werk ermöglicht. Es ist von Bedeutung, dass wir eine von Gott gebrauchbare Gemeinde bilden. Die Orientierung für die Gemeinde können wir ständig von dem Geist bestimmen, aber hier gibt es einige Anliegen, die wir von der wachsenden Gemeinde in der Bibel und von bisherigen Beispielen um uns lernen konnten.
1) Weil wir auf die Wirksamkeit Gottes angewiesen sind, braucht unsere Gemeinde flehentliches Gebet zu Gott. Vor allem möchte unsere Gemeinde die Gebetsstunde am frühen Morgen verstärken und mit diesen Gebetsanliegen jeden Tag dafür zusammen beten.
2) Unsere Gemeinde soll zur Bibel zurück kehren. Als die erste Gemeinde ganz beim Dienen des Wortes und dem Gebet blieb, indem sie es vermied für unnötige Dinge ihre Kraft zu vergeuden, wuchs die Anzahl der Gläubigen. (Apg. 6) Wie ein Unternehmen ihren Schwerpunkt auf die Haupttätigkeiten setzt, um ihren Gewinn zu erzielen, indem es unnötige Kosten und Personen minimiert, soll unsere Gemeinde sich darauf konzentrieren, das Wort Gottes zu lieben und dem Wort Gottes zu gehorchen.
Am Anfang dieses Jahres habe ich aufgrund des Wortes aus 2.Petrus 2,5 „Und auch ihr als lebendige Stein erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“ die Orientierung bekommen, dass wir zu dem lebendigen Jesus kommen und durch ihn als lebendige Steine zum geistlichen Hause Gottes gebaut werden. In Mai gab Gott uns seine Gnade, von der Hausgemeinde auszuziehen und ein Bibelhaus zu mieten. Das Wachstum des Werkes Gottes ist nicht das äußerliche Wachstum der Gebäude, sondern das innere Wachstum von mir und unseren Mitarbeitern, das auf der Beziehung zu Jesus beruht. Daraus bauen wir ein geistliches Haus nämlich den Leib Jesu. Wir beten, dass wir Gott und sein Wort von Herzen lieben. Um unter uns hervorragende Bibellehrer und Bibellehrinnen und Hirten und Hirtinnen aufzustellen, wollen wir ein starkes Gefäß bilden, Gottes Wort zu lieben und es zu erforschen und ihm zu gehorchen.
3) Unsere Gemeinde soll einen Geist des Evangeliums nämlich des Kreuzes und der Auferstehung Jesu bewahren und ein Gefäß für die Mission Gottes bilden. Wir beten, dass wir den Einfluss der Welt in uns immer wieder beseitigen und uns von der Mission Gottes führen lassen. Wir beten, dass der Geist des Evangeliums uns bewahrt.
4) Unsere Gemeinde soll einen gebenden Geist haben. Gott hat den 5 Brote und 2 Fische gebenden Glauben der UBF Gemeinde gesegnet und sie zur großen Missionsorganisation gemacht. In der Apostelgeschichte war die wachsende Gemeinde gerade die gebende Gemeinde. Als die Bonner Gemeinde aufgrund des Wortes aus Markus 6,37 ein aktiv gebendes Leben geführt hat, hat Gott sie gesegnet und wachsen lassen. Wir beten, dass wir, was wir haben zu Jesus aktiv bringen und für Gott und sein Werk hingeben, damit wir als eine gebende Gemeinde wachsen. Wir beten, dass wir durch ein gebendes Leben der Weltmission aktiv dienen. Wir beten, dass wir an Weihnachten an dem gebenden Werk aktiv teilnehmen können. Wir beten, dass unsere Bibelschüler ein gebendes Leben aktiv lernen können.
5) Unsere Gemeinde soll mit den anderen Gemeinden ein Netzwerk bilden. Die UBF Gemeinde in Honkong und in Indien haben das gute Netzwerk mit der Yonhee UBF Gemeinde in Korea gebildet, so dass sie zu großen Gemeinden gewachsen sind. Zur Zeit veranstalten die UBF Gemeinden in Europa ihre Bibelkonferenzen nach der geographischen sprachlichen Lage. Dadurch bekommen sie von dem Europazentrum und von der ganzen Welt die Gebets-und praktische Unterstützung. Gott hat dieses Netzwerk gesegnet, so dass einige Hirtenkandidaten in den jeweiligen Ländern in Europa aufgestellt sind und sie dieses Mal an der internationalen Sommerkonferenz in Purdue 2008 teilnehmen konnten. Daraus lerne ich, dass die Karlsruher UBF Gemeinde das Netzwerk mit dem Yonhee Zentrum in Korea und mit den anderen Leitern in UBF Gemeinden verstärken kann. Darüber hinaus beten wir, mit einer anderen Gemeinde eine gute Allianz bilden, wobei unsere Gemeinde offiziell an der Uni als Hochschulgruppe angemeldet werden wird.
6) Die Hoffnungsträger und wachsenden Hirten in der Karlsruher UBF Gemeinde sollen unterstützt werden, um zu einflussreichen Hirten in der ganzen Welt wachsen zu können. Dem Werk Gottes ist die Rolle eines Abraham sehr wichtig, ebenso in der Apostelgeschichte die Rolle von Paulus. Ich muss mein Bestes dafür tun, dass die Person, die Einfluss hat, in der Karlsruher Gemeinde gut heranwachsen kann. Dafür brauche ich die Gebets-und praktische Unterstützung von den UBF Gemeinden in Deutschland und in Korea.
7) Unsere Gemeinde soll die Gemeinde sein, die stets lernt. Ich bete, dass ich und unsere Mitarbeiter die Umgebung schaffen, zu lernen und dadurch uns zu entwickeln.
Seit 1997 diene ich dem Pionierwerk in Karlsruhe. Am Anfang dienten wir in unserer Hausgemeinde dem Pionierwerk, während ich Doktorarbeit machte. Wir luden die Studenten zum Bibelstudium und zum Gottesdienst ein, indem wir mit ihnen Essensgemeinschaft hatten und dabei eine persönliche Beziehung hatten. Danach sollte ich auf das Bibelstudium und auf die Predigt für den Sonntagsgottesdienst vorbereiten, während ich als Zeltmachermissionar in der Firma arbeitete. Ich diente den Bibelschülern und den Mitarbeitern trotz meiner Mängel. Langsam durften wir ein Gefäß bilden, in dem wir selbständig die Bibelabende veranstalten konnten. Wir durften dabei die Gebets-und praktische Unterstützung von den Mitarbeitern in anderen Bezirken bekommen. Ich bin dankbar für ihre Unterstützung. Ich bin persönlich sehr dankbar für einige Missionare, die mich herzlich unterstützten und ermutigten.
Wenn ich auf das Werk Gottes unter uns zurück blicke, erkenne ich, dass ich jede Woche den Mitarbeitern helfen konnte, wenn ich das Wort Gottes liebte und das Wort Gottes mich begleitete und mich führte. Gott segnete das Bibelstudium mit H. Tobias, als mich ich auf das Bibelstudium aus 4 Evangelien, Römer und Genesis von ganzem Herzen vorbereitete. Gott hat mir geholfen, dass ich Philip durch das Zweierbibelstudium helfen konnte, als er mit seinem Lebensproblem verzweifelt war, auch als er an unserer Gemeinde zweifelte. Er konnte durch die Teilnahme an der internationalen Konferenz in Purdue 2008 die Gnade Gottes empfangen.
Meine Gebetsanliegen für das Werk Gottes in Karlsruhe sind, dass wir ein starkes Gefäß für die Jüngerschaft bilden, die Bibelkonferenz selbst veranstalten und dem Sonntagsgottesdienst verstärkt dienen.
Ich bete, dass wir H.Tobias und Philip als die verantwortlichen Hirten für zwei Kreise aufstellen, damit sie Gottes Werk mit Verantwortung selbstständig dienen lernen. Dafür möchte ich sie mit dem Wort Gottes unterstützen.
Ich habe die Vision für die Karlsruher Gemeinde, dass die Hirten und die Mitarbeiter geistlich wachsen und dem Pionierwerk dienen werden. Ich bete, dass ich zu einem Missionar wachsen kann, der die Persönlichkeit, den Glauben und das Vermögen hat,
Ein Wort: Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.
M. David Cho (Frankfurt)
Verdoppelung der Gemeinde
1) Einleitung
Als ich darum gebent wurde, einen Vortrag mit dem obigen Thema zu halten, war ich sehr bisschen verwirrt. Denn meine Gemeinde in Frankfurt ist noch klein und wir haben noch nicht ein grosses Gemeindewachstum erlebt. Aber diese Begebenheit nehme ich als einen Willen Gottes an, dass er mich dazu motivieren will. Vor kurzem hat Missionary John Chun uns das Gebetsanliegen anvertraut, dass wir bis 2010 die Mitarbeiter sowie die Gottesdienstteilnehmer verdoppeln sollten. In dieser Stunde möchte ich dieses Anliegen erneut persönlich annehmen und eine Vision für das Gemeindewachstum haben.
Als Leitwort für meinen Vortrag habe ich Johannes 15,16 gewählt. Ich möchte gerne den eindringlichen Willen Gottes, die Menschen zum ewigen Leben zu erntern, zu meinem Anliegen machen. Jesus erwählte mich als seinen Jünger mit dem Zweck, dass ich hingehe und Frucht bringe und meine Frucht bleibt..
Es gibt viele Arten von Früchten, die ich erbringen kann, z.B. die innerliche Frucht wie Demut, Sanfmut, Geduld sowie äusserliche Frucht wie Erfolg im Studium und im Berufslebben. Es gibt auch die Frucht der Mission, die auch das heutige Thema ist.
2) Hauptteil
Hierbei möchte ich über einige persönliche und erbauliche Erfahrungen berichten, die ich in meiner Gemeindearbeit erlebt habe. Dazu möchte ich meine Visionen sowie Orientierungen im Bezug auf das Gemeindewachstum darstellen und dazu deren biblische Grundlage nennen.
Hier möchte ich einige Punkte und Ziele nennen, die ich und meine Mitarbeiter in Frankfurt in der letzten Zeit gelernt haben und weiter verfolgen wollen, um unsere Gemeinde zum Wachstum zu führen.
1. Aktive Einladungsaktion
Lk 14,23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.
Jesus ermutigt uns auf die Menschen zuzugehen. Die Knechte Gottes sollen auf die Landstrassen hinausgehen. D.h. sie sollen die Menschen suchen, überreden und überzeugen, so viel sie können. In der letzten Zeit haben wir, die Mitarbeiter in Frankfurt sehr viel Gedanken über eine effektive Einladungaktion gemacht. Obwohl wir alle die Wichtigkeit der Einladung klar wussten, schien sie nicht effektiv und systematisch zu sein. Aus dem Problembewusstsein her haben wir einige neue Ideen aufgebracht.
In Frankfurt sind die Campusse schön verstreut. Der Hauptcampus liegt in der Stadtmitte, während der naturwissenschaftliche Campus im Norden, die medizinische Fakultät im Süden liegt. Dazu befinden sich die Fachhoschule und die Musikhochschule in der östlichen Seite. Da der Hauptcampus von unserem Gemeindezentrum aus am nähsten ist, haben wir hauptsächlich unseren Schwerpunkt bei der Einladung auf den Haupcampus gelegt, während anderen Campusse mehr oder weniger vernachlässigt wurden. Daher haben wir für jeden Campus einen zuständigen Mitarbeiter aufgestellt, der den betreffenden Campus mit Priorität besuchen sollte, damit wir auf diese Weise alle Campusse decken können. Für den Campus in Westend und Bockenheim wurden M. Johanna, Maria und Falk als zuständige Personen aufgestellt, während M. Mose für Fachhoschule, M. Peter für medizinische Fakultät, M. Andrea für Musikhochschule und ich für den naturwissenschaftlichen Campus zuständig sind.
Das sollte unseren jungen Mitarbeitern dazu dienen, dass sie Menschen fischen lernen und als selbständige Missionare heranreifen. Alllerdings werde ich aufgrund eines Plans regelmässig die Mitarbeiter begleiten und direkt unterstützen. Wir werden jede Woche für einen Campus intensiv beten und dort Einladung machen.
Ich bete, dass wir ab kommendem Wintersemester dem Einladungswerk noch systematischer dienen und viele neue Bibelstudenten zum treuen Bibelstudium gewinnen können.
2. Wohngemeinschaft
Seit langem war es unser Gebetsanliegen, dass wir mit den deutschen Bibelstudenten Wohngemeinschaft bilden können. Im vergangenen August hat Gott unser Gebet realisiert. Gott hat Mose Kim und Peter Kim, unsere junge Mitarbeiter aus Korea und Falk Gruenig, unseren deutschen Hoffträger geholfen, eine WG zu bilden. Seit drei Jahren ist Falk in unserer Gemeinde. Letztes Jahr hat er in seinem Studium einen grossen Glaubenssieg erlangt.
Trotz seiner Begabung hatte er mit seinem Jurastudium grosse Schwierigkeit gehabt. Angesichts des bevorstehenden ersten Staatsexamen wurde sein Herz sehr vor Gott demütig. Anstatt auf sich zu vertrauen, hat er angefangen, sich auf Gott zu verlassen. Er kam regelmässig zum Bibelstudium und Gottesdienst. Selbst in der Prüfungszeit hat er das Bibelstudium nicht unterlassen. Das Ergebnis war überraschend. Er hat die Prüfung nicht nur bestanden sondern dazu überdurchschnittlich gute Note bekommen. Dieses Ereignis diente uns allen als eine grosse Ermutigung.
Vor kurzem hat er den geistlichen Wunsch bekommen, sich an die WG von unseren jungen Missionaren anzuschliessen. Missionar Mose und Missionar Peter sind zweite Generation. Der Vater von M. Mose ist Leiter für die Jugendgrupe in KwangJu UBF. Der Vater von M. Peter war ein Missionar in Osaka UBF gewesen und ist nun in KyungSung UBF. Sie sind fleissig und haben gute geistliche Grundlage. Obwohl sie viel jünger sind als Falk, sind sie im Glauben fortgeschritten als er. Falk meint, dass er von den beiden Mitarbeitern immer wieder geistliche Ermutigung bekommt. Dafür hilft er den beiden beim Deutschlernen.
Obwohl sie vom Alter her sehr unterschiedlich sind, sind sie miteinander gut befreundet. Sie lieben und dienen einander und sind zufrieden mit ihrer WG. Wir beten, dass Falk dieses Jahr eine Entscheidung für die Nachfolge Jesu trifft und als unser fester Mitarbeiter aufgestellt wird. Wir beten, dass Falk sein Referendariat sowie sein zweites Staatsexamen im zwei Jahren efolgreich abschliesst.
Ausser der Männer WG haben wir eine Frauen WG. Missionarin Marin und Missionarin Andrea sind seit 3 Jahren in einer WG. Auch sie dienen einander in ihrer WG und üben einen guten Einfluss in der Gemeinde aus.
3. Kulturprogramm
In der letzten Zeit sind wir zahlenmässig zugenommen, dass wir verschiene Kulturprogramme entwickeln und realisieren konnten, wofür wir sehr dankbar sind. Hauptsächlich haben wir Sport und Musikprogram intensiviert. Dazu haben wir letzten Juli einen Film gedreht.
Wir sind der Meinung, dass kulturelle Begebenheiten erforderlich sind, um die Bibelstudenten zur Gemeinschaft zu gewinnen.
Erstens, sportliche Aktivität
Da Falk, unser Hoffnungsträger, sehr gerne Fussball spielt, haben wir Donnerstag und Sonntag nachmittags auf der Wiese in der Nähe vom Gemeindezentrum Fussballgemeinschaft gehabt. Dazu haben wir auch einige Sportprogramme für Kinder und Frauen entwickelt. Besonders nach dem Sonntagsgottesdienst sind wir alle oft in die Wiese gegangen und zusammen Sport getrieben. Darüber freuen sich nicht nur die Männer sondern auch unsere Kinder und Frauen.
Zweitens, Musikprogram
Gott hat unsere Gemeine mit begabten Musikern gesegnet. Ausser mir und M. Johanna sind alle entweder gut singen oder mindestens ein Instrument spielen. Wir haben unsere Stellungnahmenvortragsstunde mittwochs musikalisch gestaltet. Obwohl M. Peter noch jung und bisschen Schwierigkeit mit Deutsch hat, hat er hingebungsvoll den Lobpreis vorbereitet und geleitet. Dazu hat M. Mose und Hanna Cho haben mit Gitarre und Geige die Musik verstäkt. Zur Zeit wollen wir ein kleines Orchester bilden und unsere Mitarbeiter sowie Bibelstudenten einbeziehen. Weiterhin wollen wir unsere Kulturprogramme verbessern und sie zur Gemeinschaft miteinander intensiv nutzen.
Drittens, Filmdrehung
Im letzten Juli haben wir einen Film drehen können. Dabei geht es um eine duldende Liebe um ein behindertes Mädchen. Die Planung, die Drehung sowie die Bearbeitung des Filmes waren hart. Aber diese Zusammenarbeit führte uns zur Bildung eines festen Gefässes und zum besseren Verständnis voneinander. In der Zukunft wollen wir weitere Filme drehen und dadurch einen guten Teamgeist bilden.
4. Glaubenssieg im praktischen Leben
Wir legen grossen Wert auf den guten Auftritt in der Welt. Ich bin sehr dankbar, dass all unsere Mitarbeiter Schritt für Schritt ihre Wurzel tiefer in die deutsche Gesellschaft legen oder in ihren Arbeiten bessere Positionen erlangten. Dank der gnädigen Führung Gottes habe ich Ende letztes Jahres deutsche Approbation als Apotheker erhalten können. Anfang dieses Jahres schaffte Falk sein erstes Staatsexamen. Vor wenigen Monaten erhielt M. Andrea die Arbeitserlaubnis. All diese Segen waren allein Gott zu verdanken. In der frühmorgendlichen Gebetsstunde legten wir unsere Anliegen über die Glaubenssiege in der Welt in die Hand Gottes und er erhörte unsere Gebete. Zur Zeit unterstützen wir die beiden jungen Missionare und Falk sehr intensiv, dass sie im Deutschlernen und im Referandariat Frucht tragen können. Wir sind uns sicher, dass die Erfolge in der Welt als Basis zum Leben als ein Laienmissionar dient. Daher unterstützen wir die Mitarbeiter in der Ausbildung bzw. im Studium sei es praktisch oder auch im Gebet. In der letzten Zeit haben wir das Deutschlernen von M. Mose und M. Peter zu unserem Gemeindeanliegen gemacht. Sie wurden praktisch und intensiv geholfen worden und haben mittlerweile grossartige Fortschritte gemacht. Weiterhin ist es unser Gebetsanliegen, als taugliche Laienmissionare ausgebildet zu werden.
Wir beten, dass M. Mose und M. Peter Anfang nächstes Jahr DSH Prüfung bestehen und mit dem Studium beginnen können.
3) Schluss
Johannes 10, 9.10 Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe! 10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.
In meinem Bericht habe ich einige unsere Ziele und Richtungen, die wir verfolgen, zusammengefasst. Es gibt aber kein Geheimrezept für das Gemeindewachstum. Im Johannes 10,9.19 gebietet Jesus uns in seiner Liebe zu bleiben. Genausowie ein gesunder Jünger Jesu zur Fruchtbarkeit kommt, wird eine gesunde Gemeinde ein Wachstum erleben. Die Gemeinde, die in Jesu Lieb bleibt, wird bestimmt zur Fruchtbarkeit kommen. Daher wollen wir seine Liebe in der Gemeinde praktisch realisieren, indem wir einander dienen und lieben. Diese gelebte Liebe in der Gemeinde ist das wahrhaftige Geheimrezept von uns im Hinblick auf die Verdoppelung.
