Purdue-Konferenzbericht von der Leiterkonferenz
Denn also hat Gott die Welt geliebt…
Johannes 3,16:
„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeboren Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“
1. Die Vorbereitung durch das Gebet und die Zusammenarbeit
Vom 24. – 27. Juli 2008 fand die historische Internationale Sommerbibelkonferenz an der Purdue Universität statt. Thema der Konferenz war die Liebe Gottes. Gott goss seinen überfließenden Segen auf dieser Konferenz aus, so dass viele Teilnehmer meinten, es sei die beste Konferenz gewesen, die sie je besucht haben. Die konkrete Vorbereitung darauf hatte schon im vergangenen Jahr begonnen, als Dr. John Jun und die Mitarbeiter in den USA die Staffkonferenz an der Purdue Universität abhielten, verschiedene Kommitees bildeten und die verantwortlichen Diener benannten. Vor allem hatte M. Dr. John Jun die Orientierung gefunden, die Konferenz durch 3.000maliges gemeinsames Gebet vorzubereiten. Demgemäß beteten die Mitarbeiter weltweit für die Purdue Konferenz, am frühen Morgen und am Abend, in den Hausgemeinden oder während ihrer Gottesdienste und Konferenzen. Gott nahm dieses Gebet gnädig an. Eigentlich beteten wir für 3.000 Teilnehmer, aber in der Tat kamen 3.439. Davon waren 1.152 internationale Delegierte, 214 aus Europa und 117 aus Deutschland. 95 % der Visaanträge wurden positiv beschieden, als die Mitarbeiter mit diesem Anliegen zu Gott kamen und die Unmöglichkeit herausforderten. Als einige Studenten in den USA hörten, dass lateinamerikanische Delegierte 4 Jahre lang sparen mussten, um an der Konferenz teilzunehmen, beteten sie und fanden ungewöhnliche Methoden, eine Unterstützung für deren hohe Flugkosten und Konferenzgebühren zu sammeln, indem sie z.B. Autos wuschen oder Flohmärkte veranstalteten, und andere folgten ihrem Beispiel.
Europa UBF und Deutschland UBF begannen mit der intensiven Phase der Vorbereitung nach den Leiterkonferenzen in Rehe bzw. Mainz im Januar und Februar des Jahres. Wir danken Gott, dass er uns erlaubt hat, zur Vorbereitung mit den Mitarbeitern in Europa mit Markus 6,37a „Gebt ihr ihnen zu essen!“ ein festes Gefäß des Gebets und der Zusammenarbeit zu bilden. Unter der geistlichen Leitung von M. Dr. Peter Chang beteten alle Mitarbeiter für die Hauptprediger aus Europa, M. Vladimir Point und H. Peter Schweitzer, für die Vorstellung Europas am ersten Weltmissionsabend und für den Missionsstand. Gott segnete die Gebete und die Zusammenarbeit: H. Peter und M. Vladimir Point konnten ihre Botschaften sorgfältig vorbereiten und flogen früh nach Chicago, lernten demütig durch das Predigertraining und trugen ihre Botschaften herzbewegend und mit Vollmacht vor. M. James Kang aus Bulgarien half H. Georgi in der Zusammenarbeit mit Gottes Knechten, so dass durch sein Glaubenszeugnis das Wachstum der einheimischen Hirten in Europa zu verantwortlichen Leitern offenbart wurde. Vor allem gaben sich viele Mitarbeiter in der Vorbereitung der 6minütigen Präsentation von Europa UBF wochenlang hin, um die Präsentation bedeutsam und gleichzeitig ansprechend zu machen. Gott gab allen Dienern geistliche Einsicht in seine Geschichte und Vision für sein Werk in Europa, so dass die Präsentation Gottes Herrlichkeit offenbarte und alle Teilnehmer ermutigte. Auch das Tanzteam mit Mitgliedern aus Köln, Bonn, Freiburg, Mainz, Tschechien, Griechenland, der Schweiz und Schweden traf sich Wochen vorher regelmäßig zur Übung und tanzte einmütig, fröhlich und für die Ehre Gottes mit dem Titel: „Europe, a missionary sending continent“. Für den Missionstand schließlich steuerten alle Nationaldirektoren Materialien bei, seien es Fotos, Bücher, CDs, Kalender, Mozartkugeln oder Senfkörner, so dass der Europa-Stand die Vielfalt der europäischen Kultur und gleichzeitig die Einheit in der Predigt des Evangeliums widerspiegelte. Viele sahen sich den Stand an und bezeugten ihr aufrichtiges Interesse an Europa als ihrem Missionsfeld. Wir danken Gott für sein gnädiges Wirken in Europa, angefangen vom Werk durch Krankenschwestermissionarinnen vor 40 Jahren bis hin zum Weltmissionsbericht 2008 in Köln durch die Hingabe, das Hirtenherz und den Glauben seiner Leute, das auf der Purdue Konferenz klar offenbart wurde. Wir luden viele Mitarbeiter zur ESBK 2009 ein und durften sie ermutigen, mit der Vision zu beten, dass Gott Europa gebraucht, bis 2041 100.000 Missionare bis hin nach Nordkorea, China und in die muslimischen Länder auszusenden.
2. God so loved the World
Gott segnete unsere Gebete und schenkte allen Predigern herzbewegende und vollmächtige Predigten, durch die alle Teilnehmer die Liebe Gottes und die Vision für die Weltmission aufnehmen konnten. Hauptprediger waren H. Samuel H. Lee (Eröffnung, Joh 3,16), Dr. Jim Rabchuk (Lk 15), Dr. Joe Schafer (Lk 19), M. Vladimir Point (Joh 4), P. Kevin Albright (Lk 23), H. Peter Schweitzer (Mk 13) und H. Sergio Lemus (Joh 21). Über Lk 19 und Lk 23 gab es jeweils Gruppenbibelstudium in über 200 Gruppen, daneben gab es Prediger für die MBF und HBF-Konferenzen, die ihr eigenes Programm hatten. Viele Teilnehmer wurden durch die Liebe des himmlischen Vaters zu seinem verlorenen Sohn bewegt. Der jüngere Sohn im Gleichnis suchte Freiheit, doch er landete schließlich bei den Schweinen. Da durfte er sich an die Liebe seines Vaters erinnern und machte sich auf den Weg nach Haus. Als er noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, lief, fiel ihn um den Hals, und - obwohl der Sohn noch etwas Braunes an der Wange hatte – küsste ihn. Wir wurden ermutigt, zu Jesus zu kommen wie wir sind und seine bedingungslose Liebe anzunehmen. Durch Lukas 19 lernten wir, wie Jesus Zachäus zur persönlichen Beziehung mit sich einlud und ihn vom selbstsüchtigen Oberzöllner zu einem Mann des Gebens veränderte. Wir lernten, dass Jesus gekommen ist, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Die Botschaft von H. Peter Schweitzer am Samstag abend aus Markus 13,1-37: „Das Evangelium muss zuvor gepredigt werden unter allen Völkern“ half uns, geistliche Einsicht für die Endzeit und für den Hauptstrom der Geschichte Gottes zu gewinnen. Bevor Jesus in Kraft und Herrlichkeit wiederkommt, muss das Evangelium zuvor unter allen Völkern gepredigt werden. Die Präsentationen und Glaubenszeugnisse auf der Konferenz aus Europa, Lateinamerika, Afrika, der GUS, Asien und dem Nahen Osten offenbarten, wie Gott dies in den vergangenen 47 Jahren durch die Hingabe der Laienmissionare von UBF weltweit getan hat und wie nun in jedem Kontinent einheimische Leiter wachsen, die ihrerseits bereit sind, als Missionare hinauszugehen, sogar in die muslimischen Länder. Wir durften Markus 3,10 als Gottes Verheißung und zugleich als unsere höchste Priorität und Aufgabe annehmen und uns entscheiden, das Evangelium durch das ZBS unter allen Völkern zu predigen.
Nach der Botschaft über Markus 13 am Samstag abend gab es einen „mission call“, einen Aufruf zur Mission. Am selben Tag hatte auch Dr. Rober Coleman einen ermutigenden Vortrag gehalten und darin ein Beispiel gebracht: Ein junger Angehöriger der Küstenwache sorgte sich vor einem Einsatz in einer stürmischen Nacht darum, ob sie auch sicher wiederkommen würden, doch sein Vorgesetzter tadelte ihn: Ob wir wiederkommen oder nicht, ist nicht wichtig, wichtig ist, dass wir hinausfahren und die retten, die in Not sind. Beim „mission call“ wurden diejenigen, die bereit sind, kurzzeitig oder auf Dauer als Missionare irgendwo hin zu gehen, gebeten, nach vorne zur Bühne zu kommen. Ehrlich gesagt, dachte ich, dass einige nach vorne kommen würden. In der Tat kamen 500 nach vorne, so dass auf der Bühne nicht genug Platz war. Mother Sarah Barry betete stellvertretend für diese Missionskandidaten, dass Gott ihre Entscheidung gnädig annehmen, bewahren und segnen möge, die Liebe Gottes in alle Welt zu tragen. Als wir diese Missionarskandidaten vorne stehen sahen, wurde die Vision sehr konkret, bis 2041 100.000 Laienmissionare in alle Welt auszusenden, bis hin nach Nordkorea, China und in die Muslimischen Länder.
Neu für eine internationale Konferenz war es, dass die Morgenandachten getrennt nach Regionen und Sprachgruppen gehalten wurden. Drei starke Frauen des Glaubens: H. Ulrike (Joh 3), H. Brigitte (Mt 25) und H. Elke (Mk 16) dienten der deutschsprachigen Gruppe, indem sie ihre Andachtsbotschaften mit dem Verantwortungsbewusstsein vorbereiteten und mit persönlichem Bezug und Vollmacht weitergaben, so dass wir an jedem Konferenzmorgen sehr gestärkt wurden. Wir danken Gott, dass er unser Missionsreiseteam aus Deutschland und Europa auf der Konferenz und auch anschließend auf der Missionsreise bei den Besuchen in den einzelnen Zentren als eine Quelle des Segens und der Ermutigung für die Glaubensgeschwister in den USA und die Weltmissionsmitarbeiter gebraucht hat.
Zusammenfasend hat Gott diese Purdue Konferenz 2008 überreich gesegnet und sie zum Meilenstein für sein Werk der Weltcampusmission gemacht. Er hat seine Liebe zur Welt und seine Orientierung für diese Endzeit klar offenbart und hilft uns nun, das Feuer des Zweierbibelstudiums und der Jüngererziehung wieder zu entzünden bis hin zur Verdoppelung des Werkes Gottes bis 2010. Durch die Purdue Konferenz konnten wir viele praktische Anregungen für die ESBK 2009 erhalten. Vor allem lernten wir, dass Gott ein einmütiges Gebetsgefäß und die hingebungsvolle Zusammenarbeit segnet. Wir sollen nun beginnen, indem wir 1.000mal gemeinsam zu Gott beten und im nächsten Jahr mit 1.000 Teilnehmern Gottes Wirken in den vergangenen 40 Jahren feiern und Gottes Vision für Europa weitergeben, noch einmal als Missionare aussendender Kontinent gebraucht zu werden.
Ein Wort: So sehr hat Gott die Welt geliebt
