Europäische Leiterkonferenz 09: Erneuere deine erste Liebe
ERNEUERE DEINE ERSTE LIEBE
Offenbarung 2:1-17
Leitvers 2:4,5a
“Aber ich habe gegen dich, daß du die erste Liebe verläßt. So denke nun daran, wovon du abgefallen bist und tue Buße und tue die ersten Werke!”
Offenbarung, Kapitel Zwei und Drei sind der Brief Christi an die sieben Gemeinden in Asien durch Apostel Johannes. Damals waren diese sieben Gemeinden die tatsächlichen Gemeinden. Allerdings repräsentieren diese sieben Gemeinden auch die Gemeinde Christi in der ganzen Welt. Deshalb kann jeder Christ bei diesen sieben Gemeinden seinen eigenen geistlichen Zustand wiederfinden und Buße tun. Die Gemeinden in Ephesus (frühe Kirche um etwa 100 A.D.), in Smyrna (100-313 A.D.) und Pergamon (313-590 A.D.) befanden sich im westlichen Kleinasien. Wir wollen in zwei Abschnitten über diesen Ausschnitt aus Offenbarung 2 nachdenken: Erstens, Der Brief des Herrn an die Gemeinde in Ephesus(2, 1-7). Zweitens, der Brief des Herrn an die Gemeinden in Smyrna und Pergamon(8-17). Ich bete, daß wir unsere erste Liebe zu unserem Herrn erneuern, während wir diesen Abschnitt studieren.
I. Christi Brief an die Gemeinde in Ephesus
Was für eine Stadt war Ephesus? Ephesus war der größte Hafen in Kleinasien. Es war das Handels- und Geschäftszentrum Kleinasiens. Hier befand sich der Tempel der Diana, eines der sieben Weltwunder(Apg. 19:35). Die Leute praktizierten Kaiseranbetung und Zauberei. Also war Ephesus eine Stadt der Götzenanbetung, des Hedonismus und der Korruption. Wie sah Christus die Gemeinde in Ephesus? Betrachten wir Vers Eins: „Das sagt, der da hält die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern:“ Jesus ist „der da hält die sieben Sterne in seiner Rechten“(1b). Jesus erschien ihnen als der souveräne Herrscher. Christus herrscht über seine Gemeinde und die Heiligung durch Liebe und Macht. Was sagte er über die Kirche in Ephesus?
Vers 2a lautet, „Ich kenne deine Werke und deine Mühsal.“ Christus erkannte ihre Glaubenstaten an. In der Gemeinde zu Ephesus wurde viele Glaubenswerke durch die Christen erster Generation getan. Er lobte sie auch für ihre Geduld(2b). Apostel Johannes wurde vom römischen Statthalter gefangengenommen und auf die Insel Patmos verbannt. Jedoch empfing er dort die Offenbarung Gottes und schrieb das Buch der Offenbarung. In 1.te Thessalonicher 1, 3 sagt Paulus, daß wir erdulden, weil wir Hoffnung haben. Der Grund, warum wir viele moderne Versuchungen und Schwierigkeiten erdulden können, ist unsere Hoffnung auf das zweite Kommen Jesu. Die postmoderne Atmosphäre ist wie in Sodom und Gomorrah, und das Geheimnis, um diese Atmosphäre zu überwinden, ist, an der Hoffnung auf Jesu Wiederkehr festzuhalten.
Jesus lobte die Kirche in Ephesus dafür, daß sie falsche Apostel nicht tolerierten(2c, 3, 6). Unsere Gemeinschaft muß eine Gemeinschaft der Liebe sein. Zur gleichen Zeit müssen wir uns vor schädlichem Einfluß von falschen Aposteln schützen, die die christliche Gemeinschaft behindern und zerstören. Wir dürfen nicht den bösartigen Strömungen unserer jeweiligen Zeit folgen. Damals verbreiteten die falschen Apostel (z.B. Nikolaiten) den Gnostizismus und den Hedonismus. Das behinderte den Evangeliumsglauben. Die Gemeinde in Ephesus allerdings entlarvte sie und warnte vor ihren falschen Lehren.
Wie tadelte Christus die Gemeinde in Ephesus. Lesen wir Vers Vier: „Aber ich habe gegen dich, daß du die erste Liebe verläßt.“
Erstens, sie haben ihre erste Liebe zu Gott verlassen. Man sagt, daß die erste Liebe rein und aufrichtig ist. Die Liebe der Christen aus Ephesus zu Jesus war größer als die unserer UBF Christengemeinde. Sie erfuhren die großartigere Liebe Christi durch Apostel Paulus’ aufrichtiges Bibelstudium und wurden Männer und Frauen Gottes. Sie hatten diese Liebe Jesu in ihren Herzen bewahrt. 1. Johannes 3, 16 lautet: „Daran haben wir die Liebe erkannt, daß er sein Leben für uns gelassen hat; und wir wollen auch das Leben für die Brüder lassen.“ Aufgrund ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Jesus kümmerten sie sich um Gottes Herde. Wegen ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Jesus, konnten sie Geduld haben und Schwierigkeiten überstehen.
In Markus 12, 29-31 kommt ein Schriftgelehrter zu Jesus und fragt ihn nach dem höchsten Gebot. Jesus antwortete „und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit allen deinen Kräften.“ Damals hielten die Pharisäer alle Gesetze genauestens ein. Obwohl sie sagten, daß sie Gott liebten, und regelmäßig beteten und ihn lobten, war die Temperatur ihrer Liebe zu Gott doch kalt geworden und ihre Herzen von Gott entfernt. Jesus sagte, „Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir“(Markus 7, 6). Wir müssen uns ebenfalls prüfen, ob wir Gott nur mit unseren Lippen ehren. Wenn wir sündigen, müssen wir mit reuigem Herzen und Tränen wie König David Buße tun. Dann können wir unsere Liebesbeziehung zu Gott erneuern. Jesus lehrte uns, Gott mit all unserer Seele und all unserer Kraft zu lieben. Wenn wir jemanden lieben, wollen wir für ihn unsere Zeit und unser Geld hingeben. Wenn wir also Gott lieben, sollen wir ihm nicht einmal unser Gemüt, unsere Kraft oder gar unsere Seele vorenthalten. Pastor Sohn aus Korea liebte Gott von ganzer Seele. Es ist nicht leicht, Gott von ganzer Seele sein ganzes Leben hindurch zu lieben. Dafür müssen wir täglich eine Entscheidung dazu treffen.
Zweitens, die erste Liebe zu verlassen bedeutet, Gottes Gebote zu verlassen. Gott zu lieben ist das erste Gebot. Seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben ist das zweite Gebot, das Jesus gab(Markus 12, 31). Jesus lehrte uns, daß das erste Gebot eine Liebesbeziehung mit Gott verlangte und das zweite nach einer Liebesbeziehung mit unseren Nächsten ruft, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Manchmal opfern wir unsere Körper und erschöpfen sie vollständig. Nichtsdestotrotz lieben wir unseren Körper. Manchmal bringen wir instinktive Opfer mit unseren Leibern, aber im Endeffekt ist es unser Wunsch, unser Leib vollständig zu erhalten und zu verbessern. Jesus lehrte uns, die anderen so aufrichtig, im Stillen zu lieben und so konsequent zu lieben, wie wir uns selber lieben. Jesus hatte angenommen, daß wir uns selber lieben. In Wirklichkeit können die, die sich selber wie Waisenkinder mißhandeln, auch ihre Nächsten nicht lieben. Nur die, die sich selbst lieben und annehmen sind befähigt, andere auf die rechte Weise zu lieben. Wie lehrte Jesus uns, unsere Nächsten zu lieben? „Alles, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten“(Matthäus 7, 12). Wie Jesus in diesem Vers sagt, müssen wir den anderen tun, von dem wir möchten, das es an uns getan wird.
Warum müssen wir Gott mit all unserem Herzen und unserer Seele liebe?
Erstens müssen wir Gott von ganzem Herzen und ganzer Seele lieben, weil Gott unser Schöpfer ist, und wir seine Schöpfung(Genesis 1, 1). Gott ist der Ursprung aller Dinge und er ist unser Schöpfer. Wie Kinder gehorchen und ihre Eltern lieben, müssen wir Gott von ganzem Herzen lieben, weil er uns gemacht hat.
Zweitens müssen wir Gott von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieben, weil Gott unser Erretter ist(Joh. 3, 16). Gott sandte seinen eingeborenen Sohn Jesus zu uns, als wir dazu verdammt waren, aufgrund unserer Sünde zu vergehen. Jesus starb am Kreuz um uns von der Sünde und der Zerstörung zu erretten. Deshalb ist es natürlich für errettete Sünder, Gott von ganzem Herzen zu lieben.
Drittens lieben wir Gott von ganzem Herzen, weil wir ein frohes und fruchtbares Leben führen, sobald wir es tun. Als Gott die Menschen schuf, war er sehr froh. Gott segnete den Menschen und gab ihm eine Mission, fruchtbar zu sein, sich zu mehren und die Erde zu füllen(Genesis 1, 28). Gott gab dem Menschen eine Mission, reichlich Frucht zu bringen. Wenn wir Gott von ganzem Herzen lieben und eine tiefe Liebesbeziehung mit ihm aufbauen, werden wir froh und tragen reichlich Frucht(Johannes 15, 5).
Welche Orientierung gab Gott den Christen in Ephesus? Betrachten wir Vers Fünf: „So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, so werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust.“ Ihre erste Liebe war gefallen und verloren. Sie sollten sich daran erinnern, wo ihre Liebe war. Darum sagt Jesus „tue Buße und tue die ersten Werke!“ (5a). Was er meint, ist, daß sie ihre erste Liebe wiederherstellen sollten. Am Anfang brannte die Gottesliebe der Gemeinde in Ephesus(Apg. 20, 36.37). Sie erkaltete allerdings im Verlauf des Wachstums und der Bloßstellung sowie Bestrafung falscher Lehrer in der Gemeinde. Streit und Spaltungen unter den Christen wurden größer. Daraus resultierte, daß nur noch Tradition und Förmlichkeiten in der Gemeinde übrigblieben. Obwohl wir eine erste Liebe zu Gott erfahren haben, kann diese Liebe erkalten, wenn wir sie nicht jeden Tag durch Gottes Wort erneuern. Es ist, als ob man sagt: „Aus den Augen, Aus dem Sinn.“ Wie wir Kohle nachlegen müssen, um ein Feuer zu erhalten, wird unsere Liebe erkalten, wenn wir sie nicht jeden Tag neu entfachen.
Jesus sagte: „Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust“(5c). Das bedeutet, daß Jesus, der Leiter der Gemeinde, die Gemeinde verlassen wird. Ich erfuhr die brennende Liebe Jesu am Kreuz, als ich zum ersten Mal die Bibel studierte. Ich war bereit, mein Leben für Jesus zu geben. Als ich meine Karriere als Arzt aufgab, um ein UBF Vollzeithirte zu sein, war meine Liebe am stärksten. Aber als die Zeit verging, wurde meine Liebe zu Jesus immer kälter. Wannimmer ich Buße tat und neu über die Liebe Jesu am Kreuz nachsann, stieg die Temperatur meiner Liebe erneut an – manchmal von 50° auf 70°. Wenn ich auf mich selbst schaue, dann bin ich wie die Kirche in Ephesus. Ich hatte auch meine erste Liebe verlassen. Ich muß Buße tun und über die Liebe Jesu nachsinnen, seine Liebe annehmen und meine Liebe erneut auf 100° erhöhen. Was war die Zusammenfassung von Jesu Brief an die sieben Gemeinden? Betrachten wir Vers Sieben: „Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.“ Jesus versprach, denen, die durch den Glauben überwinden, den Baum des Lebens im Paradies zu geben.
II. Brief an die Gemeinden in Smyrna und Pergamon (8-17)
Die Verse 8-11 sind der Brief an die Kirche in Smyrna. Smyrna war eine Hafenstadt nördlich von Ephesus gelegen. Es wurde vom Römischen Reich beschützt, weil es einen Treueschwur gegenüber Rom geleistet hatte. Deshalb wurde es zum Zentrum der Kaiseranbetung. Jesus tadelte diese Kirche nicht, sondern ermutigte und lobte sie nur. Jesus erschien der Gemeinde in Smyrna in einem Auferstehungsleib. Sie hatten gekämpft, um ihren Glauben inmitten von Bedrängnissen und Armut(8). Jesus tröstete sie indem er sagte: „Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut.“ Jesus versicherte ihnen, daß sie reich waren, obwohl sie finanziell eigentlich arm waren(9b). Jesus erkannte ihre Treue an und segnete ihre Zukunft. In Smyrna gab es viele jüdische Immigranten. Darum hatte der Ort eine sehr starke jüdische Tradition und Vorstellung. Viele Juden verfolgten Christen. Welche Orientierung gab Jesus den Christen mitten in dieser Verfolgung? Betrachten wir Vers 10c: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ Was bedeutet es, bis an den Tod getreu zu sein?
Erstens bedeutet es, selbst in wenigen Dingen treu zu sein. In Jesu Gleichnis von den anvertrauten Zentnern(Matthäus 25, 14-30), erkannte der Herr die beiden Diener an, die ihre Zentner von fünf und zwei auf zehn und vier Zentner verdoppelt hatten. „Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen.“ Hätte der Knecht, der nur einen Zentner erhielt, gearbeitet und auch nur einen weiteren Zentner gebracht, wäre ihm dieselbe Anerkennung zuteilgeworden. Um ein guter und treuer Knecht zu sein, müssen wir selbst mit wenigem treu sein.
Zweitens bedeutet es, bis zum Ende treu zu sein. Judas Iskariot war auch über zwei Jahre lang treu. Aber im dritten Jahr wurde er untreu und verriet Jesus.
Drittens bedeutet es Treue in widrigen Umständen. Polykarp wurde festgenommen, weil er den römischen Kaiser nicht als Gott anbetete. Seine Verbrennung fand im Amphitheater von Smyrna im Jahre 155 A.D. statt. Der Henker sagte ihm: „Ich lasse dich frei, wenn du jetzt den Kaiser als Gott bezeugst und Christus abschwörst.“ Doch Polykarp antwortete: „Ich diene Christus, meinem König, seit 86 Jahren. Christus hat mich nicht einmal verlassen. Wie kann ich ihn da jetzt verlassen?“ Er sang Lobeslieder, während er verbrannt wurde. Er ist ein gutes Beispiel dafür, was es heißt, bis zum Tod treu zu sein. Wir haben vielleicht 50% oder 80% unserer Leben gelebt. Ich bete, daß wir bis zum Tode treu sein können.
Die Verse 12-17 sind der Brief an die Gemeinde in Pergamon. Was für ein Ort war Pergamon? Es lag etwa 100km nördlich von Smyrna und war die Hauptstadt der Seleuzid-Dynastie direkt nach dem Fall Griechenlands. Im Jahre 133 B.C., als Syrien in das römische Reich eingegliedert wurde, spielte die Stadt die Rolle der Hauptstadt in Asien. Dementsprechend war Pergamon ein Zentrum von Religion und Kultur. Dort gab es Tempel des Aesclepius, des Cäsar, des Serapeum und die Tempel des Zeus und des Dionysos. Es war eine Stadt der Götzenanbetung. Wie erschien Jesus vor der Gemeinde in Pergamon? „Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert:“ (12) Jesus kam als Richter zu der Gemeinde in Pergamon, wo es große Verwirrung gab. Die Stadt Pergamon war eine Stadt der Verwirrung, Götzenanbetung, Korruption und Vergnügungssucht. Christus ermutigte seine Knechte, die in dieser Umgebung ihren Glauben bewahrt hatten.
Vers 13 sagt: „Ich weiß, wo du wohnst: Da, wo der Thron des Satans ist; und du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, da wo der Satan wohnt.“ Antipas starb den Märtyrertod in Pergamon. Wegen seines guten Einflußes, bewahrten die Christen in Pergamon ihren Glauben selbst inmitten extremer Verfolgung. Wie tadelte Christus die Gemeinde in Pergamon?
Zuerst tadelte er die Leute, die der Lehre des Balaam folgten(14). Obwohl die meisten Christen in Pergamon aufrichtig in ihrem Glauben waren, folgten manche der Lehre des Balaam. Balaam versuchte die Israeliten, Götzen anzubeten und sich in der Wüste von Siddim der Unmoral hinzugeben. Obwohl er die Israeliten nicht direkt verfluchen konnte, wegen seiner Liebe zum Geld, versuchte er sie, Götzen anzubeten und Ehebruch mit Moabiterinnen zu begehen(Numeri 22-25; 31, 8; 16). Das Ergebnis war, daß 24.000 Israeliten von Gott getötet wurden.
Nach Vers 15 ist die Lehre der Nikolaiten dieselbe wie die des Balaam. „Nikolaitos“ bedeutet „Der die Leute verschluckt“. Das heißt, daß sie die Leute mit korrumpierten und unmoralischen Lehren verschluckten. Sie behaupteten, die Zeit des Gesetzes sei vorüber, und die Leute sollten ohne Gesetz leben, womit sie die Gesetzlosigkeit verbreiteten. Sie lehrten, daß Gläubige sich in endlosem physischen Vergnügen ergehen könnten, da ihnen bereits vergeben sei. Diese Lehre entspricht dem Hedonismus unserer Zeit. Unsere Zeit ist von Hedonismus, Materialismus und der Götzenanbetung sehr schlecht beeinflußt worden. Wie im hinteren Teil des ersten Kapitels des Römerbriefes beschrieben(Römer 1, 18-32) hat sich die Welt mit beschämender Homosexualität, jeder Art von Verrücktheit, Bosheit, Habsucht und Schlechtigkeit, mit Neid, Mord, Streit, Trug und Niedertracht gefüllt. Die Liebe erkaltete und die Leute wurden gesetzlos(Matthäus 24, 12). Wir leben auch in einer Flut schlechter Einflüsse. Selbst in Amerika, das als christliches Land bekannt ist, wurde die gleichgeschlechtliche Ehe in zwei Staaten legalisiert. Während der letzten Wahlen wurden die gleichgeschlechtliche Ehe nur geradeso in drei Staaten verboten. Die Abstimmung in Kalifornien war sehr eng, 48 zu 52. Die Scheidungsrate hat 60% erreicht. Ironischerweise ist die Scheidungsrate unter Christen genausohoch. Das zeigt, daß Christen von der Welt beeinflußt werden, anstatt selber positiv die Gesellschaft zu beeinflußen. Der schlechte Einfluß der Welt korrumpiert die Kirche. Die Kirche in Amerika muß das Böse bloßstellen und aufrichtigen Evangeliumsglauben haben, so wie die Gemeinde in Ephesus.
Wie können wir dann dafür sorgen, daß wir nicht von Balaams Lehre versucht werden? Zuerst müssen wir Gottes Wort mit einer absoluten Haltung studieren und entsprechend seiner Lehre leben. Zweitens müssen wir jeden Tag Buße tun und den Evangeliumsglauben bewahren(16).
Zusammenfassend kann man sagen, daß wir, im Verlauf des Kampfes gegen falsche Lehren bei oberflächlichem Benehmen geendet sind. Wir müssen Buße tun und unsere erste Liebe erneuern. Wir müssen über die Liebe Jesu am Kreuz nachdenken und unsere brennende Liebe zu Jesus wiederherstellen. Und wir müssen unsere Nächsten lieben wie uns selbst.
“Aber ich habe gegen dich, daß du die erste Liebe verläßt. So denke nun daran, wovon du abgefallen bist und tue Buße und tue die ersten Werke!”
