1. Hauptbotschaft von H. Eberhard Groß

Hallo, mein Name ist Eberhard Groß aus Köln. Etwa 100 km westlich von hier hatte ich einen geheimen Ort. Wisst ihr, was für eine Art von geheimem Ort das war? In meiner Kindheit spielte ich jeden Tag mit meinen Geschwistern und Cousins im Wald. Während einer unserer Expeditionen in die Natur, entdeckte ich eine kleine Quelle zwischen den Büschen. Wasser kam zwischen zwei Felsen heraus. Ich hielt mich gerne an dieser Quelle auf, nicht nur wegen der sprudelnden Quelle, sondern wegen seiner geheimnisvollen Kraft und der Schönheit der Natur, die meine Seele berührte. Vielleicht ist das der Grund, warum mich der Text aus Johannes 4 für mich immer wieder so ansprechend ist.

Jesus, die Quelle lebendigen Wassers

Johannes 4,1-26
Leitvers 4,14

„Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“

Jesus begegnete einer Frau, deren Seele wegen den verschiedenen Enttäuschungen ihres Lebens ausgetrocknet war. Vorsichtig und liebevoll näherte er sich ihr, bis sie ihm ihr Herz öffnete und ihr Problem offenbarte. Schließlich gab Jesus ihr sein lebendiges Wasser, sodass sie völlig verändert wurde. Während ihrer Begegnung mit Jesus entsprang in ihr eine Quelle des Wassers, mit der sie eine ganze Stadt begeistern konnte. Lasst uns auch an den geheimnisvollen Ort am Brunnen in Samarien gehen und selbst herausfinden, ob Jesus wirklich die Quelle lebendigen Wassers ist!

I. Gib mir zu trinken (1-15)

Diese Begebenheit fand in Samarien statt. Verse 1-2 sagen uns, wie Jesus nach Samarien gekommen war. Er verließ Judäa und ging wieder nach Galiläa. Samarien liegt zwischen diesen beiden Regionen. Die orthodoxen Juden wollten nicht durch dieses Land gehen, weil sie die Samaritaner verachteten. Aber Jesus war anders. Er nahm alle Menschen warmherzig an, einschließlich der Samariter.

Sehen wir uns die Verse 5-6 an. Als Jesus in einer Stadt in Samarien namens Sychar ankam, war es Mittag. Jesus reiste mit seinen Jüngern zu Fuß durch bergiges Gelände, ohne Autos oder Esel, nur zu Fuß. Im Sommer war alles sehr trocken und Wasser sehr begehrt. Weil die Mittagshitze so sehr auf Jesus lastete, steuerte er einen Brunnen bei der Stadt Sychar an, wo er sich erschöpft niederließ. Es müssen über 40 Grad in der Sonne gewesen sein. Die Vorräte gingen zur Neige. Es heißt, wenn dem Körper nur 0,5 Prozent weniger Wasser zur Verfügung steht, gehen in unserem Gehirn bereits die Alarmglocken an, und wir verspüren Durst. Fehlen uns 10 Prozent von dem `flüssigen Gold´, so trocknet der Mund aus und Schwindelgefühle überkommen uns. Jesus war sehr durstig und hungrig (8). Außerdem war er müde von der langen Reise. Jakobs Brunnen war dort.

Lesen wir Vers 7: „Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!“ Im Nahen Osten gingen Frauen nur in Gruppen aus. Es entsprach nicht den Sitten, als Frau alleine herumzulaufen. Wenn die Frauen in der Kühle des Abends zusammen kamen, plauderten sie über ihre Männer und ihre Kinder. Auf diese Weise konnten sie sich alles von der Seele reden, was sich im Laufe des Tages angestaut hatte. Aber diese Frau kam alleine zum Brunnen. Sie kam nicht nur alleine, sondern auch noch in der Mittagshitze. Sie schien von der Gesellschaft isoliert gewesen zu sein. Später sehen wir, dass die Frau mit fünf Männern verheiratet gewesen war. Darum befürchteten die Frauen der Stadt, dass sie ihre Männer verführen könnte. Aber Jesus verachtete diese Frau nicht. Doch wie könnte Jesus mit dieser Frau ins Gespräch kommen? Er gab viele Hindernisse. Es gab nationale und moralische Hindernisse. Jesus war der Sohn Gottes und die Frau war eine Sünderin mit einem unmoralischen Lebensstil. Es gab auch eine Barriere wegen des unterschiedlichen Geschlechts. Damals durften Frauen auf der Straße nicht mit Männern sprechen.

Wie kann eine respektable Person sich einer unmoralischen Frau nähern? Manchmal, wenn ich zum Campus gehe, um Studenten zum Bibelstudium einzuladen, bin ich gelähmt, wenn ich sehe, wie jung und selbstbewusst sie wirken. Dann gehe ich, anstatt sie zum Bibelstudium einzuladen, in die Cafeteria, esse etwas und gehe wieder heim. Der einzige Weg, den ersten Schritt zu machen und ich solchen Menschen zu nähern, ist, sich selbst aktiv zu demütigen und sich selbst zu verleugnen. Obwohl Jesus der Sohn Gottes ist, erniedrigte er sich selbst zu dem tiefsten Punkt. Jesus war voller Gnade: “Gib mir zu trinken!”.

Wie reagierte die Frau auf die demütige Bitte Jesu? Vers 9: „Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.“ Sie reagierte sehr rebellisch.

Aber wie antwortete Jesus ihr? „Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn und er gäbe dir lebendiges Wasser“ (10). Jesus war nicht außer sich. Er konnte in ihr eine Schönheit sehen, die sonst kein Mensch erkennen konnte. Menschen, besonders Frauen, mögen Geschenke. Darum sprach er mit ihr über die Gabe Gottes. Als ich kürzlich mit meiner Frau und meinem Sohn für ein paar Tage London besuchte, konnten wir nicht anders als einen Blick in das bekannte Warenhaus `Harrods´ zu werfen. Dort gab es eine Abteilung mit verführerischem Schmuck, wie z.B. Ringe, Uhren, Ketten sowie Parfüms. Viele Männer kaufen solche Geschenke für ihre Frauen – aber für mich waren sie zu teuer. Anstatt etwas zu kaufen, machten wir daher einen romantischen Spaziergang durch den Hyde Park. Doch die Gabe Gottes ist kostenlos! Römer 6,23b sagt: “Die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.” Tatsächlich wollte Jesus dieser Frau das ewige Leben in Christus Jesus ihrem Herrn schenken. Jesus wollte ihr nicht bloß Blumen, Schmuck oder Parfüm schenken. Vielmehr wollte er ihr das Geschenk Gottes geben – nämlich ewiges Leben, welches lebendiges Wasser ist.

Betrachten wir die Verse 11-12: “Spricht zu ihm die Frau: Herr, hast du doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du dann lebendiges Wasser? Bist du mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh.” Die Frau achtete Jakob sehr, denn er hatte ihnen den Brunnen gegeben. Doch Jesus dachte nicht an Jakobs Brunnenwasser. Er wollte sich selbst ihr geben. Ungeachtet ihrer trotzigen Antwort war er mehr als bereit, ihr lebendiges Wasser zu geben.

Lesen wir die Verse 13 und 14: “Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers, werden, das in das ewige Leben quillt.” Was meint Jesus mit dem Wasser, das wieder durstig machen würde? Jesus meinte damit die Dinge in unserem Leben, die wichtig und notwendig sind, die wir aber wieder und wieder brauchen. Das Bedürfnis, geliebt zu werden, ist eins davon. Jeder braucht Liebe und Zuneigung. Denken wir an die Kinder, die ohne die Liebe der Eltern aufwachsen. Wenn Menschen keine Liebe empfangen, leiden sie oft viel und können sogar krank werden. Ein anderes sehr wichtiges Bedürfnis, das die Menschen haben, ist das Bedürfnis anerkannt zu werden. Wenn ein Mensch ignoriert wird, ist es, als ob sie zu Tode stranguliert würde. Eine andere Notwendigkeit im Leben eines Menschen ist Geld. Wir brauchen Geld, um zu überleben und ein bescheidenes Leben zu führen. Das einzige Problem bei all diesen Bedürfnissen ist die Tatsache, dass sie unseren Seelendurst nicht wirklich stillen. Wir müssen auf diese Dinge immer wieder zurückgreifen. Obwohl wir jeden Tag solches Wasser trinken müssen, ist es doch eine Illusion zu denken, dass solche Dinge uns dauerhaft glücklich machen könnten.

Die Bibel sagt, dass wir nicht nur physische Bedürfnisse haben, sondern auch geistliche. Weil Gott uns zu seinem Bilde geschaffen hat (Gen 1,27) und uns den Odem des Lebens eingehaucht hat (Gen 2,7), brauchen wir sogar mehr als die alltäglichen Dinge in unserem Leben eine Beziehung zu Gott in unserem Leben. Weil wir so geschaffen sind, können wir nur durch Gottes Wort und Gottes Geist wahre Freude und Zufriedenheit finden. Darum Bot Jesus ein viel besseres Wasser an, das lebendige Wasser.

Jesus ist mit niemandem zu vergleichen. Jesus ist der fleischgewordene Gott, dessen Wort voller Leben ist. Er ist das wahre Licht. Jesus öffnete am Kreuz den Weg zur ewigen Erlösung vollbracht, indem er die Sünden der Menschen auf sich genommen und ihnen vergeben hat. Nach seiner Auferstehung kurz vor seiner Himmelfahrt sprach Jesus zu seinen Jüngern (Mt 28): “Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.” Aus diesem Grund kann nur Jesus uns das lebendige Wasser geben.

Einst war ich ein durstiger samaritischer Mann. Ich machte die Erfahrung gemacht, dass die Anerkennung der Menschen, sportliche Erfolge oder die Liebe der Frauen meiner Seele keinen dauerhaften Frieden geben konnten. Ich wurde sportsüchtig. Ich spielte stundenlang Tennis und danach Fußball. Auch begehrte ich eine Frau nach der anderen. Mein Leben wurde mühseliger und irgendwie hoffnungslos. Wegen des frühen Todes meines Vaters packten mich Todesangst und die nackte Verzweiflung, was nach dem Tod kommt, packten mich. Ich wandte mich dem Alkohol zu und lief einem ausschweifenden Leben hinterher. Aber auch das verschlimmerte nur meine Lage. Ich fiel von einer Gefangenschaft in die andere, bis ich kaum noch ein Wort sprechen konnte ohne zu stottern. Aber Gott hatte Erbarmen mit mir und begegnete mir während meiner Zeit an der Sporthochschule. Ein Plakat, das eine biblische Veranstaltung ankündigte, erweckte meine Aufmerksamkeit. Es trug den Titel: „Der Mann auf dem Baum.“ Dieser Mann war ich! Ich ging hin und traf einen Bibellehrer. Ich begann das Bibelstudium aus dem Markus-Evangelium. Ich fing an, Jesus meine Sorgen und Nöte anzuvertrauen und entschuldigte mich bei ihm für mein Versagen bei der Suche nach Glück und Zufriedenheit. Die Antwort, die ich von Jesus bekam, war sein lebendiges Wasser. Nach und nach wurde meine Seele mit dem Frieden und der Freude erfüllt, die ich in dieser Welt nicht finden konnte. Von da an war Jesus mein Christus. Jesus machte mich zum Segen für meine Familie, Freunde und Kommilitonen. Nur Jesus konnte meinen Durst stillen und mir wahre Herzensfreude geben kann.

Jesus ist die Antwort auf all unsere Probleme. Lasst uns zu Jesus kommen, damit wir von seinem lebendiges Wasser trinken können!

Betrachten wir Vers 15: “Spricht die Frau zu ihm: Herr, gib mir solches Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muss, um zu schöpfen!” Hier sehen wir, dass das Blatt sich gewendet hat. Zuerst hatte der demütige Jesus die Frau um etwas zu trinken gebeten. Aber nun bat sie ihrerseits Jesus um etwas zu trinken. Sie wollte dieses lebendige Wasser bekommen.

II. Ich bin´s, der mit dir redet (16-26)

Welch eine wunderbare Geschichte können wir hier am Brunnen von Sychar lesen! Während dieses Gesprächs mit Jesus, muss sich die Frau wie im Himmel gefühlt haben. An diesem Punkt veränderte Jesus sein Gesicht. Bis dahin war er voller Gnade gewesen. Doch dann sprach er Worte der Wahrheit. Vers 16: “Jesus spricht zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her!“ Warum erwähnte Jesus plötzlich ihren Mann?

Es ist erstaunlich, dass die Frau fünf verschiedene Männern geheiratet hatte. Dass jemand mit fünf Männern zusammen war, habe ich einige Male gehört. Aber nie habe ich von einer Frau gehört, die mit fünf Männern verheiratet gewesen war. (Ich muss mal ins Guiness-Buch der Rekorde schauen …) Vielleicht konnte der Priester, der jede ihrer hochzeiten leitete, keine Hoffnung für ihre neue Beziehung haben. Besonders in dem Moment, wo er die Braut fragte: `Willst du deinen Mann lieben, bis dass der Tod euch scheide?´ Und sie jedes Mal antwortete: `Ja, ich will!´ Diese Frau muss bestimmt sehr hübsch gewesen sein, weil sie kein Problem hatte, Männer zu finden, die sie heiraten wollten. Vielleicht war sie mal Miss Samaria gewesen. Aber man muss sich doch fragen, warum sie immer wieder nach einem anderen Mann Ausschau hielt. Vielleicht hat sie sich nie genug von ihren Männern geliebt gefühlt. Alle fünf Minuten fragte sie ihren Mann: `Liebst du mich? Liebst du mich wirklich? Liebst du mich wirklich von ganzem Herzen?´ Obwohl der Mann alles tat, was sie wollte, fühlte sie sich doch nicht wirklich von ihm geliebt und verstanden. Vielleicht konnte sie gerade deswegen nicht treu gegenüber ihrem Ehemann sein und suchte ein neues Objekt, von dem sie Liebe bekommen wollte. Schließlich konnte ihr niemand die Liebe geben, die sie brauchte. Jedenfalls verlor sie im Laufe der Zeit jede Illusion, mit einem Mann ihr ganzes Leben lang verheiratet zu sein.

Jesus lehnte sie wegen ihres sündhaften Lebensstils nicht ab. Jesus wollte ihr nur helfen, ihr Lebensproblem zu ihm zu bringen. Als sie sagte: `Ich habe keinen Mann´, verdammt Jesus diese Frau nicht, indem er ihr sagte: „Warum lügst du mich an? Du hast der Liste eine weitere Sünde hinzugefügt.“ Er verstand sie tief und sagte: `Du hast recht geantwortet.´ Zugleich deckte er ihr Männerproblem auf, indem er sagte: „Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Das hast du recht gesagt.“ So wurde Jesus für diese Frau zum guten Hirten, indem er ihre Ablehnung und Lügen ertrug und ihr Sündenproblem in das Licht Gottes brachte..

Betrachten wir Vers 19-20: “Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll.” Ihr wahres Problem war, dass der Gegenstand ihrer Anbetung Männer waren. Wegen Jesu Demut, seiner Geduld und seinem endlosen Hirtenherzen konnte er die samaritische Frau Schritt für Schritt führen, dass sie ihr wahres Problem erkannte. Es war ein Anbetungsproblem. Sie hatte wirklich ihr Leben lang versucht, Gott anzubeten. Weil sie aber Gott nicht finden konnte, betete sie Männer an. Darum wurde sie auch immer wieder enttäuscht.

Darum konnte Jesus der Frau nun erklären, wer Gott ist, und wo und wie Gott angebetet werden sollte. Lesen wir die Verse 21-24: „Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn an-beten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Jesus war ein sehr guter Bibellehrer. Der Satz, dass das Heil von den Juden kommt, bedeutet, dass nur Jesus uns das Heil geben kann. Gott ist Geist. Daher müssen wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Lasst uns das Ende der Geschichte betrachten. Verse 25: „Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen.“ Sie wartete auf den Messias. Sie glaubte, dass, wenn der Messias kommen würde, alle ihre Lebensprobleme gelöst würden. Nachdem die samaritische Frau ihre Sehnsucht nach dem Messias bekannt gab, offenbarte sich Jesus als ihr Messias. Vers 26: „Jesus spricht zu ihr: Ich bin´s, der mit dir redet.“ Es war der Messias, der sie um etwas zu trinken gebeten hatte. Es war der Messias, der ihr ein Wasser geben wollte, das in ihr eine Quelle des Wassers wird, das in das ewige Leben quillt. Es war der Messias, der ihr befohlen hatte, ihren Mann zu rufen und zu Jesus zu bringen. Es war der Messias, der sie lehrte, dass sie den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten musste. Dieser Messias, der Retter aller Seelen, stand nun direkt vor ihr, von Angesicht zu Angesicht! Als sie von Jesus hörte: „Ich bin´s, der mit dir redet“, ließ sie ihren Krug am Brunnen stehen, ging in die Stadt und sprach zu den Leuten: „Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“ (29) So kamen die Leute von Sychar aus der Stadt heraus und kamen zu Jesus. Hier in Sychar fand eine intensive Bibelkonferenz statt, und der Hauptprediger war Jesus Christus. Durch diese Konferenz konnten sie alle bekennen, dass Jesus der Heiland der Welt ist.

Unsere Hoffnung wird im lebendigen Wasser Jesu gefunden. Nur Jesus kann den Durst unserer Seelen stillen. Lasst uns zu Jesus kommen, der die Quelle lebendigen Wassers ist!