5. Hauptbotschaft von H. Georgi Kumanichliev

Guten Abend! Mein Name ist Georgi. Das bedeutet: Der Mann, der Sieg bringt. Ich komme aus Bulgarien und bin professioneller Tennisspieler. Bevor ich Jesus kannte, pflegte ich aus Zorn meine teuren Tennisschläger zu zerbrechen. Doch seit ich dem auferstandenen Jesus begegnet bin, zerbreche ich meine Tennisschläger nicht mehr. Der auferstandene Jesus veränderte mich von einem zornigen Tennisspieler zu einem internationalen Prediger. Preist Jesus!

DER AUFERSTANDENE CHRISTUS GIBT DEN WELTMISSIONSBEFEHL

Matthäus 28, 1-20
Leitverse 28, 19.20a

„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“

„Hristos voskrese.“ Das ist der traditionelle Ostergruß in Bulgarien; er bedeutet „Christus ist auferstanden.“ Und die Antwort lautet „Voistina voskrese“, was heißt „Er ist wirklich auferstanden.“ Bulgarien ist also zur Osterzeit voller Zeugen des auferstandenen Christus. Als kleiner Junge haßte ich Ostern, aber liebte Weihnachten. Ich liebte Weihnachten, weil mein Geburtstag der 24. Dezember ist und ich die doppelte Menge an Geschenken bekam. Ich hasste Ostern, weil ich diese traditionellen Ostergrüße sagen mußte, an die weder ich noch sonstwer wirklich glaubten. Aber jetzt haben sich die Dinge geändert und ich liebe Ostern mehr als Weihnachten, denn Jesus ist wirklich auferstanden. Er rettete mich und gab mir eine klare Orientierung für mein Leben. Heute werden wir die Botschaft des auferstandenen Christus hören und die Bedeutung der Auferstehung kennenlernen. Der auferstandene Christus gab seinen Jüngern den Weltmissionsbefehl. Laßt uns lernen, was dieser Befehl für uns bedeutet.

I. Er ist auferstanden (1-6)

Betrachten wir Vers 1. Es war früher Sonntagmorgen, bei Sonnenaufgang. Es war noch dunkel. Zwei Frauen kamen zum Grab Jesu. Es waren Maria Magdalena und die andere Maria, die Mutter des Jakobus. Das Markusevangelium sagt, daß sie zum Grab gingen um den Leichnam Jesu mit Ölen zu salben (Mk 16,1). Aber das war sehr gefährlich, speziell für Frauen. Jesu Grab lag außerhalb von Jerusalem. Sie mußten an den römischen Soldaten, die das Grab bewachten, vorbeigehen, und den schweren Stein, der mehr als eine Tonne wog, entfernen. Sie konnten dies tun, weil sie Jesus von ganzem Herzen liebten; aber ihre Herzen waren voller Trauer und Verzweiflung wegen Jesu Tod. Jesus war alles für sie gewesen, doch nun war er tot. Sie hatten keine Hoffnung mehr für die Zukunft. Sie befanden sich unter der Macht des Todes. Der Tod ist das größte Problem aller Menschen. Der Tod nimmt alles hinweg, alle Ehre und Macht, Schönheit, Reichtum und so weiter und so fort. Niemand kann dem Tod entkommen. Kürzlich trauerten Menschen in aller Welt wegen des unerwarteten Todes von Michael Jackson, dem King of Pop. Das ist der Grund warum jeder den Tod fürchtet und in Verzweiflung und Fatalismus gerät.

Sehen wir uns Vers 2 an. Plötzlich gab es ein gewaltiges Erdbeben im Grab Jesu. Ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, rollt den Stein beiseite und nahm siegreich darauf Platz. Seine Erscheinung war wie der Blitz, und seine Kleidung war weiß wie der Schnee (3). Die Erscheinung des Engels ist sehr wichtig, denn sie symbolisiert die Herrlichkeit und Macht der Auferstehung Jesu, die Dunkelheit und Tod besiegt hat. Die Erscheinung des Engels war so strahlend, daß selbst die starken römischen Soldaten sich vor ihm fürchteten, erzitterten, und wie tot wurden (4). Auf diese Weise wurden alle Hindernisse für diese Frauen entfernt.

Betrachten wir die Verse 5 und 6: „Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat.“ Jesus wurde von den Toten auferweckt und bezwang die Macht des Todes. Dies ist die frohe Botschaft, die uns eine wahre Hoffnung für unsere Leben gibt. Jesus hat unser Todesproblem durch seine Auferstehung gelöst; es gibt keinen Grund mehr, den Tod zu fürchten. Sehen wir nochmal Vers 6a an: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ „Wie er gesagt hat,“ bedeutet an dieser Stelle, daß die Auferstehung Jesu kein Zufall ist, sondern die Erfüllung seiner Verheißung. Die Auferstehung Jesu ist die Erfüllung des göttlichen Errettungsplanes für die gesamte Menschheit

Nachdem der Engel verkündigt hatte „Jesus ist auferstanden“, lud er die beiden Frauen ein, sich selber die Beweislage anzusehen: „Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat.“ Vor jedem weltlichen Gericht fordert der Richter klare Beweise, um das endgültige Urteil fällen zu können. Aus diesem Grund sagte der Engel den Frauen, daß sie kommen und das leere Grab sehen sollten. Jesu Grab war leer. Das ist der erste Beweis für Jesu Auferstehung. Weitere Hinweise sind die Zeugen des auferstandenen Christus. Die beiden Frauen wurden die ersten Zeugen. Der auferstandene Jesus erschien auch den Jüngern. In 1. Korinther 15 sagt Apostel Paulus, daß der auferstandene Christus über 500 Brüdern auf einmal erschien. Paulus selbst begegnete dem Auferstandenen auf dem Weg nach Damaskus. Aber der deutlichste Beweis ist das veränderte Leben seiner Zeugen. Sie wurden vollständig verändert – von einer weinenden Maria in eine fröhliche Maria, von furchtsamen Jüngern zu tapferen Aposteln, von hoffnungslosen Fischern zu Hirten der Herde Gottes, von einem zweifelnden Thomas zu einem Mann der Überzeugung, und von Saulus, dem Verfolger, zu Paulus, dem Apostel der Heiden. Sie wurden alle vom auferstandenen Christus verändert und lebten fröhliche und siegreiche Leben. Preist Jesus!

II. Geht und sagt (7-15)

Betrachten wir Vers 7. „und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, daß er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.“ Direkt nach der Botschaft über den auferstandenen Christus gab der Engel den Frauen eine Mission, schnell zu gehen und es den Jüngern zu sagen. In Vers 10 wiederholt auch Jesus diesen Befehl für die Frauen, „Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, daß sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.“ Warum war das so wichtig?

Es gibt eine berühmte Geschichte die uns die Wichtigkeit, die frohe Botschaft des auferstandenen Christus weiterzusagen. Ihr kennt bestimmt die Geschichte des längsten olympischen Laufs: den Marathon. Er ist benannt nach der griechischen Stadt Marathon, wo eine der größten Schlachten zwischen den Persern und den Griechen stattfand. Als die griechische Armee den großen Sieg über den zahlenmäßig überlegenen Feind errungen hatte, sandten sie sofort einen Boten nach Athen um die guten Neuigkeiten zu überbringen. Der Bote lief so schnell, daß, als er Athen erreichte, er nur noch „Sieg“ keuchen konnte und dann tot zusammenbrach. Diese Geschichte zeigt die Wichtigkeit eines Boten mit einer frohen Botschaft. Die frohe Botschaft vom auferstandenen Jesus ist viel wichtiger als alle anderen Neuigkeiten. Der Sieg Jesu ist größer als jeder andere Sieg. Es ist der Sieg über den größten Feind des Menschen, den Tod. Die Bibel sagt: „Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten“ (Römer 10, 15). Darum sollen wir bereitwilliger hinzugehen sein und die frohe Botschaft der Auferstehung mit mehr Hingabe als der Läufer von Marathon verkünden.

Was geschah dann? Vers 8 lautet „Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.“ Wow! Was für eine Veränderung in den Herzen dieser Frauen! Sie waren so depressiv gewesen. Ihre Herzen waren voller Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Aber nun erfüllte sie die frohe Botschaft vom auferstandenen Christus mit großer Freude. Darüberhinaus wurden sie zu Frauen der Mission verändert. Sie waren bisher nur zwei Frauen gewesen, die keinen Unterschied machen konnten. Aber sie erhielten die Kraft, ein Einfluß für die ganze Welt zu sein, angefangen bei den Jüngern. Durch den Auferstehungsglauben dieser wenigen Gläubigen wurde das große römische Reich zum Christentum konvertiert und die ganze Welt wurde gesegnet. Die Botschaft des auferstandenen Christus hat in den letzten 40 Jahren auch verschiedene verzweifelte Studenten in Europa wie mich verändert. Und Gott wird diese veränderten Studenten sicherlich verwenden, um Europa als missionareaussendenden Kontinent für die ganze Welt wiederzubeleben.

Die Verse 11-15 berichten uns, wie sich die religiösen Oberen verschworen, um die Auferstehung Jesu zu vertuschen. Sie bestachen die römischen Soldaten mit einer großen Geldsumme, damit sie falsch aussagten, die Jünger Jesu hätten nachts den Leichnam Jesu geklaut. Die religiösen Oberen gaben ihr bestes, um die Wahrheit der Auferstehung zu verschleiern. Aber sie konnten niemals die Wahrheit aufhalten. Sie versagten darun, die Neuigkeiten vom auferstandenen Christus zu unterdrücken.

III. Gehet hin und machet zu Jüngern

Diese Verse werden der Weltmissionsbefehl genannt. Die elf Jünger befolgten Jesu Anweisung, nach Galiläa zu ghen. Dort trafen sie Jesus Angesicht zu Angesicht wieder. Als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder. Das Wort „Niederfallen“ wird nur benutzt, wenn der Gegenstand der Anbetung Gott ist. Dies bedeutet, das die Jünger Jesus als Gott höchstselbst erkannten und ehrten. Nur Jesus ist es wert ist, angebetet zu werden, weil er die Macht des Todes überwunden hat. Der Satz, dass ein paar der Jünger zweifelten, zeigt, dass die Auferstehung nichts ist, woran jeder ohne weiteres einfach glauben kann. Aber trotz ihrer Zweifel wurden sie zu Zeugen der Auferstehung und erhielten den Weltmissionsbefehl von Jesus.

Sehen wir Vers 18 an: „Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Bevor Jesus ihnen den großartigen Weltmissionsbefehl gab, sprach er über seine Gewalt. Jesus hat die Gewalt, zu richten, Sünden zu vergeben, böse Geister auszutreiben, und das ewige Leben zu geben.

Lesen wir zusammen Vers 19: „Darum gehet hin, und machet zu Jüngern alle Völker, taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Jesus sagte: „Gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker.“ Zuerst müssen wir hingehen! Wenn wir nicht hingehen, dann geschieht auch nichts. Dies ist der erste Schritt um Jesu Weltmissionsbefehl zu gehorchen. Durch das Internet können wir heutzutage in alle Welt gehen, ohne dafür unser Zimmer verlassen zu müssen. Das ist allerdings nicht das, was Jesus meinte. Hinzugehen erfordert ein großes Opfer. Sobald wir hingehen können die Leute die frohe Botschaft hören und dem auferstandenen Jesus persönlich begegnen. Jesus war uns ein gutes Vorbild, indem er vom Himmel zu uns kam. Wäre Jesus nicht in die Welt gekommen, dann gäbe es keine Erlösung. Wir müssen genauso hingehen. Was sollen wir machen, wenn wir gegangen sind? Sehenswürdigkeiten besichtigen, Handel treiben oder Fußball spielen? Nein. Jesus sagt: „Gehet hin und machet zu Jüngern.“ Hier erkennen wir, daß Jesu Weltmissionsbefehl sich von dem aus Vers 7 unterscheidet. Jetzt ist der Befehl nicht mehr, nur die frohe Botschaft zu verkündigen, sondern Jünger aufzustellen. Einen Jünger aufzustellen heißt, einer Person zum Glauben an Jesus Christus und im Wachstum in der Erkenntnis Jesu zu helfen. Es bedeutet, ihm dabei zu helfen, Früchte zu tragen. Daß ultimative Ziel ist es also, den Jüngern zu helfen, Jüngererzieher zu werden.

Doch wie können wir das erreichen? In Vers 19b heißt es, dass wir taufen sollen. Die Taufe ist eine öffentliche Zeremonie, die die eigene Entschlossenheit, sein Leben Jesus zu widmen, verkündet. Also sollen wir anderen helfen, Jesus kennenzulernen und eine Entscheidung zu treffen, sich ihm zu weihen. In Vers 20a lesen wir auch, daß wir die anderen lehren sollen, alles zu halten, was Jesus befohlen hat. Das christliche Leben ist ein Leben des Gehorsams. Schließlich gab Jesus seinen Jüngern eine Verheißung. Es war die Verheißung, den heiligen Geist zu senden. Jesus hat seine Jünger nicht alleingelassen. Er ist durch den heiligen Geist fürimmer bei ihnen. Der heilige Geist wird ihnen die Kraft und Weisheit geben, den Weltmissionsbefehl auszuführen.

Bevor ich Jesus begegnete, betrachtete ich meine Zukunft fatalistisch. Darum trank ich Alkohol und rauchte. Irgendwann trat ich aus der Uni aus und genoss die Begierde des Fleisches mit meiner Freundin. Doch im Jahr 2005 traf ich Jesus durch das Zweierbibelstudium. Bei der Europäischen Sommerbibelkonferenz in demselben Jahr sprach mich Jesus durch sein Wort: „Es ist vollbracht!“ Er bezahlte den vollen Preis für meine Sünden. Der auferstandene Christus gab mir eine neue Hoffnung und einen neuen Sinn für mein Leben. Der auferstandene Christus gab mir Kraft, mein sündiges Leben zu verlassen und einen Abschluss zu machen. Der auferstandene Christus gab er mir eine klare Orientierung und die Lebensaufgabe, ein Hirte und Bibellehrer für die bulgarischen Studenten zu werden. Darüber hinaus gab mir Jesus die Vision ins Herz, seinem Weltmissionsbefehl zu gehorchen und ein Missionar für die arabischen Länder zu werden. Preiset Jesus! Möge Gott viele Studenten in Europa durch die Auferstehung Jesu und seinen Weltmissionsbefehl verändern. Amen!