Eröffnungsbotschaft von H. Dr. Samuel H. Lee

Hallo! Guten Abend! Herzlich willkommen zu der Europäischen Sommerbibelkonferenz 2009. Lasst uns unseren Nächsten grüßen mit: „Willkommen!“ “Freut mich, dich kennenzulernen!” Wir freuen uns so sehr, hier zu sein. Der Titel meiner Eröffnungsbotschaft lautet

DIE HOFFNUNG GOTTES

Lasst uns den Leitvers lesen: 2. Mose 19,5.6
„Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die ihr den Israeliten sagen sollt.“

Wir haben uns hier versammelt, um das historische 40. Jubiläum von UBF in Europa zu feiern. Die Campusmission der Übersee von UBF begann mit der Ankunft von drei koreanischen Krankenschwestermissionarinnen in Deutschland im Juni 1969, also vor 40 Jahren. Gott segnete die fünf Brote und zwei Fische des Gebets, des Schweißes und der Tränen unserer Zeltmachermissionare und Mitarbeiter und segnete das Werk Gottes in Europa überreich. Wir wollen Gott alle Ehre bringen. Wir preisen Gott! Wie lautet das Thema dieser Konferenz? Ja, richtig. Es lautet: „Die Hoffnung Gottes.“ Hoffnung ist gut und absolut notwendig. Menschen brauchen eine Hoffnung. Denn Hoffnung gibt uns Kraft, Glück und Bedeutung des Lebens. Doch es gibt keine wahre Hoffnung in der Welt. Wahre Hoffnung besteht in der Hoffnung Gottes. 2. Mose 19,5.6 erzählt uns von der Hoffnung Gottes für die Israeliten, für uns und für die ganze Welt. Möge Gott uns helfen, seine große Hoffnung zu finden und sie durch diese Konferenz tief in unser Herz aufzunehmen.

Nach 430 Jahren der Sklaverei in Ägypten wurden die Israeliten durch die Macht Gottes befreit. Im dritten Monat ihres Auszugs aus Ägypten erreichten sie den Berg Sinai. Dort gab Gott den Israeliten durch Mose diese Botschaft: „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern.“ Die ganze Welt ist Gottes Eigentum. Doch er sagt, dass insbesondere die Israeliten sein kostbares Eigentum sein würden. Dies bedeutet, dass sie Gottes besondere Fürsorge und Liebe empfangen würden. Jeder kümmert sich um sein kostbares Eigentum. Jeder liebt das, was ihm selbst gehört. Wir bewahren es auf, damit es nicht verlorengeht. Genauso betrachtet Gott uns als sein kostbares Eigentum, sein besonderes Volk. In der Welt mögen wir nicht besonders sein, aber in Gottes Augen sind wir besondere Menschen. Wow! Lasst uns gegenseitig sagen: „Du bist Gottes kostbares Eigentum.”

Als Nächstes werden sie für Gott ein Königreich von Priestern sein. Sehen wir uns Vers 6 an. „Denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.“ Ein Priester ist derjenige, der von ganzem Herzen für sein Volk zu Gott betet. Er gibt das Wort des Lebens von Gott an das Volk weiter. Kurz gesagt ist er ein geistlicher Hirte. Es gibt keinen Dienst in der Welt, der wertvoller und wichtiger ist als der eines Priesters. Welch ein wunderbarer Segen war es für die Sklaven in Ägypten, Priester zu werden, die ganze Welt erretten würden! Gott sagt nicht einfach, dass sie „Priester“ sein sollen, sondern sogar „ein Königreich von Priestern“. Dies bedeutet, dass alle Israeliten Priester werden würden. Dies ist ein Segen, der die ganze Nation betrifft. Schließlich werden sie ein heiliges Volk sein. „Heilig” zu sein bedeutet „abgesondert“ oder „anders“ zu sein. Sie sind abgesondert oder anders als andere, weil sie das Wort Gottes haben und gemäß dem Wort Gottes leben, anstatt dem sündigen Trend und der Kultur der Welt zu folgen. So werden sie stetig verändert, bis sie dem Charakter Gottes gleich werden. Auf die selbe Weise hat Gott jeden von uns als seinen Priester und uns alle als Königreich von Priestern und als heiliges Volk berufen. Lasst uns zusammen rufen: „Wir sind ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk.“ Amen.

Unser Gott ist der Gott der Hoffnung. Diejenigen, die an der Hoffnung Gottes festhalten, können ein großartiges Leben führen. Als die europäischen Kirchen an der Hoffnung Gottes festhielten, stellte Gott zahlreiche hervorragende geistliche Leiter wie John Calvin, Martin Luther, John Wesley, Zinzendorf und William Carey auf. Und die europäischen Kirchen sandten viele Missionare aus und wurden in Gottes Weltheilswerk kostbar gebraucht. Als die koreanische Kirche an der Hoffnung Gottes festhielt, gebrauchte Gott sie als geistliches Gefäß für die Welterlösung. UBF wurde vor 48 Jahren in einer kleinen Stadt, Kwangju, in Korea von dem verstorbenen Dr. Samuel Lee und Mutter Barry gegründet. Dr. John Jun war ihr erster Bibelschüler und wurde später der Glaubensstammvater dieses Werkes. Zu der Zeit war UBF wie ein Senfkorn. Doch durch UBF hat Gott mehr als 3.000 selbständige Missionare aufgestellt und sie in 91 Länder ausgesandt. Gott hat UBF zu einem Königreich von Priestern gemacht, das einheimische Leiter in der ganzen Welt aufstellt. Unsere UBF Zeltmachermissionare und einheimischen Leiter sind Helden in dieser Generation. Selbst wenn die Menschen euch nicht anerkennen, betrachtet Gott euch als die Helden unserer Zeit. Ich preise Gott, der uns in Christus errettet und uns zu seinem kostbaren Eigentum, einem Königreich von Priestern und einem heiligen Volk gemacht hat!

Was müssen wir dann tun, um ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk zu werden? Vers 5a sagt: „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten.“ Der Weg, ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk zu sein, ist der, Gottes Wort zu hören und ihm ganz zu gehorchen. Glaube kommt vom Hören des Wortes Gottes. (Römer 10,17) Wir haben verschiedene Probleme im Leben: finanzielle Probleme, Arbeitsprobleme, Heiratsprobleme und so weiter. Es gibt Zeiten, in denen wir keine Hoffnung sehen können. Wir werden entmutigt, weil wir nicht die erwarteten Früchte in unserem Missionsfeld sehen. Die Herausforderungen vor uns scheinen zu groß zu sein und wir sehen so unscheinbar klein vor ihnen aus. Doch wir dürfen nicht zurückschrecken. Wir müssen im Hören und Gehorchen des Wortes Gottes die Hoffnung Gottes finden.

Ich danke Gott, dass er uns ermöglicht hat, in den letzten 40 Jahren seinem Werk in Europa als ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk zu dienen. Ich bete, dass wir dem Werk Gottes in Europa weiter als ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk dienen, indem wir während dieser Konferenz Gottes Wort hören und ihm ganz gehorchen. Möge Gott uns helfen, das Evangelium bis nach Nordkorea, China und die moslemischen Länder auszubreiten. Möge Gott Europa eine geistliche Erweckung schenken und in einen Missionare aussendenden Kontinent verändern.

Lasst uns die Leitverse zusammen lesen: „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.“